Podcastfolge 3: Vereinbarkeit Job & Kind – der tägliche Wahnsinn
Der berufliche Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist für viele Mütter (und zunehmend auch für Väter) eine Phase voller Fragen, Unsicherheiten und struktureller Hürden. In der aktuellen Podcast-Folge diskutieren Michael Budde, Ines Dietrich und Anne-Kathrin Fiala offen und praxisnah, welche Herausforderungen bestehen – und welche Lösungswege realistisch sind.
Vereinbarkeit ist keine Standardlösung
Ein zentrales Fazit der Folge: Vereinbarkeit von Beruf und Familie lässt sich nicht pauschalisieren. Jede familiäre Situation, jede berufliche Rolle und jede Lebensphase bringt eigene Anforderungen mit sich. Was für die eine Mutter funktioniert, kann für eine andere nicht tragfähig sein.
Gerade beim Wiedereinstieg zeigt sich, wie wichtig flexible Modelle sind:
- individuelle Arbeitszeitlösungen
- hybride oder mobile Arbeitsformen
- angepasste Rollenprofile statt starrer Stellenbeschreibungen
Die Podcast-Gäste machen deutlich: Vereinbarkeit gelingt dort am besten, wo Offenheit für individuelle Lösungen besteht.
Die Rolle der Unternehmen: Zuhören statt vermuten
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion ist die Verantwortung von Unternehmen. Familienfreundlichkeit zeigt sich nicht allein in Leitbildern oder Benefits, sondern vor allem im ehrlichen Dialog.
Unternehmen, die aktiv nachfragen:
- Was brauchen Sie aktuell?
- Welche Rahmenbedingungen helfen Ihnen, leistungsfähig zu arbeiten?
- Welche Entwicklungsperspektiven wünschen Sie sich?
schaffen Vertrauen und binden qualifizierte Fachkräfte langfristig. Positive Praxisbeispiele zeigen, dass solche Gespräche nicht nur Müttern helfen, sondern die gesamte Organisation stärken.
Elternzeit als Kompetenzgewinn
Ein wichtiges Signal der Podcast-Folge: Elternzeit ist kein Karrierebruch, sondern eine Phase intensiver Kompetenzentwicklung. Mütter (und Väter) bringen häufig gestärkte Fähigkeiten mit zurück, darunter:
- Selbstorganisation und Priorisierung
- Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit
- Resilienz und Entscheidungsstärke
Diese Kompetenzen bewusst zu benennen und im Wiedereinstieg sichtbar zu machen, ist ein entscheidender Schritt – insbesondere in Gesprächen mit Arbeitgebern.
Gut vorbereitet in Verhandlungen gehen
Ein praktischer Tipp aus dem Podcast: Vorbereitung ist der Schlüssel. Wer eigene Bedürfnisse, Grenzen und Ziele klar formulieren kann, tritt souveräner auf. Dazu gehören:
- realistische Einschätzung der eigenen Kapazitäten
- Klarheit über gewünschte Arbeitszeiten und -modelle
- Kenntnis möglicher Alternativen und Kompromisse
Diese Vorbereitung hilft nicht nur Müttern, sondern allen Eltern, ihre Interessen konstruktiv zu vertreten.
Selbstständigkeit und flexible Modelle als Alternative
Für manche Familien ist der klassische Angestelltenjob nicht die beste Lösung. Wir beleuchten auch die Selbstständigkeit und projektbasierte Arbeitsmodelle als Chance für mehr zeitliche Autonomie. Entscheidend ist dabei eine realistische Planung sowie professionelle Begleitung, um wirtschaftliche und familiäre Anforderungen in Einklang zu bringen.
Vereinbarkeit geht alle an
Ein wichtiger Perspektivwechsel: Vereinbarkeit darf kein „Mütterthema“ bleiben. Nachhaltige Lösungen entstehen erst dann, wenn auch Väter, Führungskräfte und Unternehmen Verantwortung übernehmen und neue Arbeitsmodelle gemeinsam gestalten.
Coaching als Raum für individuelle Lösungen
Nicht zu vergessen ist die Bedeutung von Coaching. Gerade in Übergangsphasen kann eine professionelle Begleitung helfen,
- eigene Ziele zu klären
- Entscheidungsoptionen zu bewerten
- individuelle, tragfähige Lösungen zu entwickeln
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