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Podcastfolge 6: Vom Angestellten zum KI-Unternehmer

Wie aus beruflicher Neuorientierung eine Selbstständigkeit entstand

Manchmal beginnt eine berufliche Veränderung nicht mit einem perfekten Plan. Manchmal beginnt sie mit dem Gefühl: So möchte ich nicht weitermachen.

Genau an diesem Punkt befand sich Lucas Altmann Ende 2025. Nach mehreren intensiven Jahren im Enterprise-Vertrieb entschied er sich, sein bisheriges Angestelltenverhältnis zu beenden. Heute baut er seine eigene Selbstständigkeit im Bereich Künstliche Intelligenz auf und hat bereits die ersten Kunden und Kooperationspartner gewonnen.

In unserer neuen Podcastfolge spricht Lucas Altmann gemeinsam mit Ines Dietrich über seinen Weg, die Rolle einer Weiterbildung zum KI-Manager, die Bedeutung des Coachings und darüber, wie aus einer Phase der Neuorientierung Schritt für Schritt eine konkrete Geschäftsidee entstanden ist.

Wenn beruflicher Erfolg allein nicht mehr reicht

Lucas brachte bereits vor seiner Neuorientierung viel Erfahrung mit.

Nach einer Ausbildung zum IT-Systemkaufmann und einem Studium der internationalen Betriebswirtschaft arbeitete er mehrere Jahre im Softwarevertrieb. Sein Schwerpunkt lag unter anderem auf E-Commerce und ERP-Systemen. Im Enterprise-Vertrieb betreute er größere Kunden und arbeitete in einem Umfeld, das stark von Wachstum, Zielerreichung und Leistungsdruck geprägt war.

Nach mehreren Jahren merkte er jedoch, dass ihm dieses Umfeld zunehmend Energie nahm.

Im Podcast beschreibt er eine Erfahrung, die viele Menschen aus leistungsorientierten Arbeitsumfeldern kennen: Selbst sehr gute Ergebnisse fühlen sich irgendwann nicht mehr ausreichend an, wenn die Erwartungen immer weiter steigen.

Für Lucas war irgendwann klar, dass er eine Pause und vor allem eine neue Richtung brauchte.

Arbeitslosigkeit als Phase der Neuorientierung

Den Schritt zur Agentur für Arbeit betrachtete Lucas nicht ausschließlich negativ. Für ihn entstand dadurch erstmals seit Jahren die Möglichkeit, sich intensiver mit seinen eigenen Interessen und seiner beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen.

Ein Thema hatte ihn bereits länger begleitet: Künstliche Intelligenz.

Tools wie ChatGPT hatte er bereits beruflich und privat genutzt. Was ihm fehlte, war ein tieferes Verständnis dafür, welche Möglichkeiten KI tatsächlich bietet, wo ihre Grenzen liegen und wie sie sinnvoll in Unternehmen eingesetzt werden kann.

Über verschiedene Kontakte und die Agentur für Arbeit kam er schließlich zur Weiterbildung zum KI-Manager.

Und genau dort begann sich seine berufliche Perspektive zunehmend zu verändern.

Weiterbildung mit einem konkreten Ziel

Die Weiterbildung dauerte rund 13 Wochen und vermittelte einen praxisnahen Überblick über verschiedene Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz.

Dazu gehörten beispielsweise KI-Agenten, Video- und Musikgenerierung, Wissensdatenbanken sowie automatisierte Prozesse.

Entscheidend war für Lucas jedoch nicht allein das neue Wissen.

Schon während der Weiterbildung begann er darüber nachzudenken, wie sich aus den neuen Möglichkeiten konkrete Geschäftsmodelle entwickeln lassen könnten.

Während andere Teilnehmende beispielsweise an Projekten zur digitalen Transformation oder Mitarbeiterschulung arbeiteten, entwickelte Lucas eine eigene Geschäftsidee.

Von drei Fotos zum automatisierten Inserat

Sein Abschlussprojekt entstand aus einer alltäglichen Beobachtung.

Wer gebrauchte Kleidung oder andere Gegenstände über Plattformen wie Vinted oder Kleinanzeigen verkauft, muss zahlreiche Informationen manuell eingeben. Lucas entwickelte deshalb die Idee einer Anwendung, bei der wenige Fotos ausreichen, um mithilfe von KI automatisch ein Inserat zu erstellen.

Die Anwendung entstand mithilfe von sogenanntem Vibe Coding – also einer Methode, bei der KI die Entwicklung von Software anhand natürlicher Sprache unterstützt.

Das positive Feedback während der Abschlussprüfung bestärkte ihn.

Aus einer Projektidee wurde plötzlich eine ernsthafte Frage:

Könnte daraus vielleicht tatsächlich eine Selbstständigkeit entstehen?

Coaching als Raum für neue Möglichkeiten

Nach Abschluss der Weiterbildung ging die berufliche Entwicklung weiter. Im Coaching bei Jobcoaching wurde gemeinsam betrachtet, welche Möglichkeiten nun sinnvoll sein könnten.

  • Zurück in ein klassisches Angestelltenverhältnis?
  • Oder doch der Schritt in die Selbstständigkeit?

Im Gespräch wurde schnell deutlich, wie viele Ideen und Möglichkeiten bereits vorhanden waren. Gleichzeitig zeigte sich, wie wertvoll ein funktionierendes Netzwerk sein kann.

Über das Jobcoaching-Netzwerk entstanden erste Kontakte zu Unternehmerinnen und Unternehmern.

Und aus diesen Gesprächen entwickelten sich überraschend schnell konkrete Möglichkeiten.

Der erste Kunde kommt schneller als erwartet

Ein wichtiger Kontakt entstand zu einem IT-Unternehmen aus Kleinmachnow.

Aus einem ersten Gespräch entwickelte sich eine Partnerschaft rund um individuelle Softwarelösungen.

Noch entscheidender wurde ein weiterer Kontakt zu einem Steuerberater.

Lucas stellte dort seine Idee vor: Unternehmen mithilfe von KI-basierten Systemen bei wiederkehrenden Verwaltungs- und Sortierprozessen zu unterstützen.

Er bezeichnet diese Lösungen als eine Art digitale Sachbearbeitung.

Die Idee überzeugte.

Aus einem Gespräch entstand schließlich der erste konkrete Auftrag: Das Büro dient nun als Pilotprojekt, um die Dienstleistung praktisch aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Für Lucas war das ein entscheidender Moment. Die Geschäftsidee war nicht länger nur Theorie. Es gab einen realen Kunden und einen realen Bedarf.

KI soll Menschen nicht ersetzen

Ein wichtiger Punkt zieht sich durch das gesamte Gespräch.

Lucas möchte mit seinen Lösungen ausdrücklich nicht das Ziel verfolgen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch KI zu ersetzen. Im Gegenteil.

Seine Idee ist es, wiederkehrende und wenig anspruchsvolle Aufgaben zu automatisieren, damit Menschen ihre Zeit für Aufgaben einsetzen können, bei denen ihre Fähigkeiten wirklich gebraucht werden.

Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen stehen häufig vor großen Herausforderungen:

  • Fachkräfte fehlen, administrative Aufgaben nehmen zu und gleichzeitig müssen Prozesse effizienter werden.
  • KI kann hier ein Werkzeug sein.
  • Nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Unterstützung.

Ein digitaler Sachbearbeiter könnte beispielsweise Dokumente sortieren, Informationen vorbereiten oder wiederkehrende Workflows automatisieren.

Die vorhandenen Mitarbeitenden gewinnen dadurch Zeit für Beratung, Kundenkontakt, Entwicklung oder andere qualifizierte Aufgaben.

Vom Vertriebler zum Unternehmer

Interessant ist auch die persönliche Entwicklung, die Lucas während dieses Prozesses beschreibt.

Noch wenige Monate zuvor definierte er sich stark über seine Rolle als Vertriebler. Heute tritt er als Unternehmer mit einer eigenen Geschäftsidee auf. Das verändert nicht nur die berufliche Situation, sondern häufig auch das eigene Selbstverständnis.

  • Neue Kontakte entstehen.
  • Gespräche verändern sich.
  • Man wird anders wahrgenommen – und nimmt sich selbst anders wahr.

Lucas beschreibt im Podcast, dass dieser Weg keineswegs nur aus Höhen bestand. Es gab Phasen voller Energie und Ideen, aber ebenso Momente des Zweifelns.

Gerade diese Erfahrung macht seine Geschichte interessant. Denn berufliche Neuorientierung verläuft selten geradlinig.

Den eigenen Weg nicht ständig vergleichen

Ein weiterer Gedanke aus dem Gespräch betrifft den Vergleich mit anderen. Wer sich beruflich neu orientiert oder selbstständig macht, hört häufig kritische Fragen:

  • Ist das wirklich sicher?
  • Gibt es dafür überhaupt einen Markt?
  • Machen das nicht schon viele andere?
  • Solche Fragen können verunsichern.

Für Lucas wurde deshalb etwas anderes wichtig: sich stärker auf den eigenen Weg zu konzentrieren.

Nicht ständig danach zu schauen, wer schneller ist oder bereits weiter scheint. Denn berufliche Entwicklung folgt keinem festen Zeitplan. Manche Menschen finden ihren Weg mit Anfang 20, andere mit 40 oder 50.

Entscheidend ist, dass der Weg zur eigenen Person passt.

Veränderung beginnt manchmal mit einer schwierigen Phase

Die Geschichte von Lucas zeigt sehr deutlich, dass eine berufliche Krise nicht zwangsläufig nur ein Rückschritt sein muss.

Sie kann auch der Moment sein, in dem erstmals die Frage gestellt wird:

Was möchte ich eigentlich wirklich?

Aus dem Ende eines belastenden Arbeitsverhältnisses entstand zunächst eine Pause. Aus der Pause wurde eine Weiterbildung. Aus der Weiterbildung entwickelte sich eine Geschäftsidee. Aus dem Coaching entstanden neue Kontakte. Und aus diesen Kontakten schließlich erste Aufträge.

Innerhalb weniger Monate entstand damit eine völlig neue berufliche Perspektive.

Coaching kann neue Türen sichtbar machen

Nicht jede berufliche Veränderung muss automatisch in die Selbstständigkeit führen.

Aber manchmal hilft ein Blick von außen dabei, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Wege zu erkennen, die vorher noch nicht sichtbar waren.

Gerade dann, wenn Sie beruflich an einem Punkt angekommen sind, an dem Sie merken, dass etwas nicht mehr passt, kann Coaching helfen, die eigenen Möglichkeiten neu zu sortieren.

  • Welche Fähigkeiten bringen Sie bereits mit?
  • Was möchten Sie verändern?
  • Welche Weiterbildung könnte sinnvoll sein?
  • Und welcher berufliche Weg passt tatsächlich zu Ihnen?

Die Geschichte von Lucas zeigt, was entstehen kann, wenn vorhandene Erfahrung, neue Kompetenzen, Coaching und ein gutes Netzwerk zusammenkommen.

🎧 Die gesamte Geschichte hören Sie in unserer aktuellen Podcastfolge mit Lucas Altmann.

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