Mut-Mach-Bücher von Christel Schoen: Drei Bücher, die Hoffnung schenken und neue Perspektiven eröffnen
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben – manchmal von einem Moment auf den anderen. Plötzlich stehen Fragen, Sorgen und Entscheidungen im Raum, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Wie finde ich neuen Mut? Was gibt mir Kraft? Und wie gelingt es, trotz aller Unsicherheit den eigenen Weg zu gehen?
Die Herausgeberin Christel Schoen kennt diese Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Aus ihrer persönlichen Krebserkrankung entstand ein besonderes Herzensprojekt: eine dreiteilige Buchreihe, in der Betroffene, Angehörige und Fachleute ihre Erfahrungen teilen.
Die drei Mut-Mach-Bücher erzählen von Hoffnung und Ängsten, von Rückschlägen und neuen Perspektiven. Vor allem aber zeigen sie, wie wertvoll es sein kann, einander zuzuhören, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken.

Von der eigenen Erkrankung zum Mut-Mach-Projekt
Christel Schoen, Diplom-Sozialpädagogin und Diplom-Pädagogin, war viele Jahre in leitenden Positionen sozialer Einrichtungen tätig. 2008 erhielt sie eine erschütternde Diagnose: Im Bereich ihres rechten Lungenflügels wurde ein großer, seltener Tumor festgestellt.
Die Erkrankung veränderte ihren Alltag grundlegend. Auf ihrem Genesungsweg musste sie sich mit Ängsten, medizinischen Entscheidungen und einer ungewissen Zukunft auseinandersetzen. Neben der medizinischen Behandlung suchte sie nach Informationen, persönlicher Unterstützung und Erfahrungen anderer Betroffener. Besonders wichtig wurde für sie die Frage, wie Menschen auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben können. Sie erlebte, wie wertvoll Gespräche, Zuversicht, das Schreiben und die Unterstützung durch Familie und Freunde sein können.
Aus diesen Erfahrungen entstand 2008 die Idee zum Projekt „Mut-Mach-Buch“. Christel Schoen wollte Menschen eine Stimme geben, die über ihren ganz persönlichen Umgang mit einer Krebserkrankung berichten.
Insgesamt beteiligten sich mehr als 150 Autorinnen und Autoren an den drei Sammelbänden.
Band 1: Krebs – Alles ist möglich, auch das Unmögliche
Persönliche Berichte von Krebsbetroffenen
Wie gehen Menschen mit einer Diagnose um, die plötzlich alles infrage stellt?
Im ersten Band erzählen Betroffene ihre ganz persönlichen Geschichten. Sie berichten von der ersten Konfrontation mit der Erkrankung, ihren Ängsten, Hoffnungen und Entscheidungen sowie von ihren individuellen Wegen durch die Behandlung.
Ein zentrales Thema ist der Perspektivwechsel: vom Gefühl, einer Erkrankung ausgeliefert zu sein, hin zu dem Wunsch, selbst aktiv an Entscheidungen mitzuwirken. Die Erfahrungsberichte verdeutlichen, dass kein Krankheitsverlauf dem anderen gleicht. Jeder Mensch bringt eigene Bedürfnisse, Ressourcen und Lebensumstände mit.
Was dieses Buch besonders macht: Es sind keine abstrakten Fallbeschreibungen, sondern persönliche Lebensgeschichten. Sie können Mut machen, die eigenen Fragen ernst zu nehmen, Unterstützung anzunehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten selbstbestimmt zu handeln.
Band 2: Krebs – Wege aus der lauten Stille des Schweigens
Persönliche Berichte von Krebsbetroffenen und ihnen nahestehenden Menschen
Eine Krebserkrankung betrifft nicht nur den erkrankten Menschen. Auch Partnerinnen und Partner, Kinder, Freunde, Nachbarn und Arbeitskolleginnen und -kollegen erleben Sorgen, Hilflosigkeit und Veränderungen.
Doch über die Gefühle der Angehörigen wird häufig weniger gesprochen.
Genau hier setzt der zweite Band an. Er gibt auch Menschen aus dem persönlichen Umfeld Raum, über ihre Erfahrungen zu berichten.
Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie:
- Wie können wir offen über Ängste und Unsicherheiten sprechen?
- Wie unterstützen wir einen erkrankten Menschen, ohne ihn zu bevormunden?
- Wie erkennen und respektieren wir die eigenen Grenzen und die des Gegenübers?
- Wie lässt sich auch in belastenden Situationen ein vertrauensvolles Miteinander gestalten?
Das Buch zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit einer gemeinsamen Herausforderung umgehen und wie wichtig gegenseitiges Verständnis sein kann.
Was dieses Buch besonders macht: Es richtet den Blick auf Beziehungen und Kommunikation. Denn auch Angehörige brauchen Verständnis, Austausch und Unterstützung.
Band 3: Krebs – Gemeinsam sind wir stark
Ärzte, Therapeuten und Betroffene berichten
Der dritte Band erweitert die Perspektive erneut. Neben Betroffenen kommen Fachleute aus unterschiedlichen Gesundheits-, Therapie-, Beratungs- und Unterstützungsbereichen zu Wort. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Formen der Begleitung und Unterstützung Menschen während und nach einer Krebserkrankung als hilfreich erleben können. Das Buch greift unter anderem Themen wie Achtsamkeit, psychosoziale Begleitung, gesundheitsfördernde Maßnahmen und komplementäre Behandlungsansätze auf.
Dabei werden unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen vorgestellt. Diese können Anregungen für Gespräche mit behandelnden Fachpersonen geben. Nicht alle beschriebenen Ansätze sind jedoch gleichermaßen wissenschaftlich belegt. Ergänzende Angebote sollten deshalb hinsichtlich ihres Nutzens und möglicher Risiken ärztlich abgeklärt werden.
Was dieses Buch besonders macht: Es vereint persönliche Erfahrungen mit Einblicken aus unterschiedlichen Fachbereichen und lädt dazu ein, Fragen zu stellen, Informationen einzuordnen und passende Unterstützungsangebote kennenzulernen.
Was die drei Bücher verbindet: Mut, Selbstbestimmung und Gemeinschaft
So unterschiedlich die Geschichten und Perspektiven in den drei Büchern auch sind, sie verbindet eine wesentliche Botschaft:
Niemand muss schwierige Lebenssituationen allein bewältigen.
Ein offenes Gespräch, das Verständnis anderer Menschen oder eine neue Sichtweise können helfen, sich in einer belastenden Situation weniger allein zu fühlen.
Die Bücher zeigen zugleich, wie wichtig es ist, den Menschen hinter der Erkrankung zu sehen – mit seiner individuellen Geschichte, seinen Gefühlen, Stärken und Bedürfnissen. Dabei bedeutet Mut nicht, immer optimistisch sein zu müssen. Auch Angst, Traurigkeit, Erschöpfung und Zweifel dürfen ihren Platz haben. Zuversicht kann eine wertvolle emotionale Ressource sein. Sie ist jedoch weder Voraussetzung noch Garantie für eine Genesung.
Warum wir diese Bücher bei Jobcoaching vorstellen
Auch in unserer Arbeit bei JobCoaching, Training und Personalentwicklung beschäftigen wir uns mit Veränderungsprozessen, persönlichen Ressourcen und der Frage, wie Menschen in herausfordernden Lebenssituationen neue Perspektiven entwickeln können.
Schwere Erkrankungen können das eigene Selbstverständnis, das Familienleben und die berufliche Zukunft grundlegend verändern.
Nicht selten entstehen Fragen wie: Was ist mir wirklich wichtig? Wie gehe ich mit meinen Kräften um? Welche Unterstützung brauche ich? Und wie kann mein weiterer beruflicher oder persönlicher Weg aussehen?
Die Mut-Mach-Bücher von Christel Schoen greifen viele dieser grundlegenden Fragen auf.
Sie erinnern daran, wie wertvoll Selbstfürsorge, soziale Unterstützung, respektvolle Kommunikation und die Möglichkeit sind, eigene Entscheidungen bewusst mitzugestalten.
Über die Herausgeberin Christel Schoen

Christel Schoen wurde 1956 im Münsterland geboren. Sie studierte Sozialpädagogik und Diplompädagogik und arbeitete über viele Jahre in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, zuletzt als Geschäftsführerin in Berlin.
2008 erkrankte sie erstmals an Krebs. 2020 erhielt sie erneut eine Krebsdiagnose. Beide Erfahrungen haben ihre Sicht auf das Leben und die Bedeutung menschlicher Unterstützung nachhaltig geprägt.
Mit ihrem Mut-Mach-Buch-Projekt hat sie zahlreiche persönliche Geschichten zusammengetragen, die anderen Menschen Orientierung, Trost und Hoffnung vermitteln sollen.
Die drei Mut-Mach-Bücher im Überblick
Band 1: Krebs – Alles ist möglich, auch das Unmögliche
- 332 Seiten
- ISBN: 978-3-7347-7248-1
- Neuauflage: 2015
Band 2: Krebs – Wege aus der lauten Stille des Schweigens
- 380 Seiten
- ISBN: 978-3-7347-5310-7
- Erschienen: 2016
Band 3: Krebs – Gemeinsam sind wir stark
- 380 Seiten
- ISBN: 978-3-7504-5149-0
- Erschienen: 2020
Die Bücher sind laut den bereitgestellten Verlagsinformationen im Buchhandel und online sowie als E-Books erhältlich.
Weitere Informationen zum Buchprojekt: https://www.projekt-mut-mach-buch.de
Geschichten, die verbinden und Mut machen
Die drei Bücher von Christel Schoen sind mehr als eine Sammlung persönlicher Krankheitsgeschichten. Sie geben Menschen eine Stimme, deren Erfahrungen anderen Orientierung und Ermutigung bieten können.
Sie erzählen davon, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Hilfe anzunehmen und auch in unsicheren Zeiten eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.
Nicht jede Geschichte wird auf die eigene Lebenssituation übertragbar sein. Aber manchmal genügt schon ein einzelner Gedanke, ein persönlicher Erfahrungsbericht oder eine neue Perspektive, um wieder etwas Zuversicht zu gewinnen.
Denn Mut wächst oft dort, wo Menschen ihre Erfahrungen miteinander teilen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt persönliche Erfahrungsberichte und Buchinhalte vor. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Entscheidungen über Krebsbehandlungen sollten gemeinsam mit qualifizierten behandelnden Fachpersonen getroffen werden.





